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Kirschblütenfrost

Viel zu lange, und doch erst einen Moment, ist sie bereits auf dieser Suche. Auf dieser Suche nach einem nicht ganz greifbaren Etwas, das si...

8/01/2021

Stellarer Nebel

Eine verlassene Landstraße, im hellen Nebel des Frühmorgens.
Schlangengleich windet sie sich durch die karge, isländische Landschaft.
Hier gibt es keine Bäume. Sie verließen diesen Ort vor langer Zeit.
Hier gibt es keine Tiere. Sie verließen diesen Ort vor langer Zeit.
Die Gebirge sind geblieben, sie säumen unseren Gang in weiter Ferne.
Nach links, nach rechts windet sie sich, beinahe Ouroboros gleichend.
Und ich mich mit ihr.

Ein Vulkan bricht aus.
In Stille, nur ein dumpfes Krachen.
Als ob ein großer Fels von einer hohen Brücke auf eine glatte Wasseroberfläche stürzt.
Langsam, majestätisch
spritzt das Blut des Vulkans in den Himmel
begleitet von Bakterien, Krankheit, Alkohol, Gischt
Tropfen für Tropfen
Brocken für Brocken
findet seinen Weg in die Atmosphäre hinein.
Und ich mich mit ihnen.

Der Himmel ist voll von Asche und Feuer.
Funken fliegen friedvoll, federgleich.
Ich liege am Boden
Wieso liege ich am Boden
Meine Hände zittern.
Ich atme weiße Wolken und blute kaltes Blut.
Meine Hände zittern.
Ich rieche Schweiß und blute kalt.
Mit den Funken fliege ich friedvoll, federgleich.
Federgleich.
Es regnet.
Um mich herum stellarer Nebel.

Zärtlich nähert sich die Masse,
der blutende Vulkan.
Meine Hände zittern.
Und ich mit ihnen.

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