Sachen, Dinge, Songtexte und Meerrettich mit Abnutzungserscheinungen seit 2011. | (Seit 2017 neu im Sortiment - fragwürdige Prosa!) | 2021: The Rückkehr?
R E C E N T
Kirschblütenfrost
Viel zu lange, und doch erst einen Moment, ist sie bereits auf dieser Suche. Auf dieser Suche nach einem nicht ganz greifbaren Etwas, das si...
11/05/2017
Kalter Rauch (Die Tänzerin II)
10/17/2017
Ophelia
Vergessen willst du, und vergeben.
Tränen zieren dein Gesicht.
Von vorn anfangen, weiterleben.
Doch all dieses werd ich nicht.
Gestern noch zu dieser Stunde
Mochtest du mich nie mehr sehn.
So kam es aus deinem Munde
Und ich sollte es verstehn.
Vor Wut da bebte dir die Stimme,
Die Hände ganz wie Espenlaub.
Doch das für mich wahrlich schlimme:
Auf unser'm Ohre warst du taub.
Heute sagen deine Launen
Dir, dass du mich doch noch brauchst.
Doch stellst du fest mit viel Erstaunen
Wie dumm du in die Röhre schaust.
Vierzehn Mal hab ich geblutet
Geweint, gehasst, erhört dein Flehen.
Dies aber hast du nicht vermutet:
"Ich will dich nie mehr wiedersehen."
Das meine ich, wie ich es sage.
Nie wieder, keinesfalls, doch du
Stehst weinend da am nächsten Tage.
Und ich lasse die Türe zu.
9/28/2017
Lyrischer Suizidmonolog II
Wir rauchen zusammen
Ich und du, du und ich, wir beide
Jeden Tag, wenn wir gemeinsam aufstehen
und uns fragen
Was diese Scheiße eigentlich soll.
Da stehen wir, am Fenster, rauchend
Zu zweit, gespalten, allein
Und mittendrin: Borderline.
Lösch das Licht. Ich komm nicht mehr heim.
Wir laufen zusammen
Ich und du, du und ich, wir beide
Jeden Tag, wenn wir gemeinsam losziehen
und uns fragen
Wieso wir das eigentlich tun, denn
Wir könnten am Fenster stehen, rauchend
Zu zweit, zu dritt, gespalten, allein
Und mittendrin: Borderline.
Lösch das Licht. Ich komm nicht mehr heim.
Wir weinen zusammen
Ich und du, Müllers Kuh - scheiße.
Ich und du, du und ich, wir beide eben
Wie immer. Jedes Mal, wenn wir gemeinsam zusammenbrechen
und uns fragen
Wieso wir eigentlich noch am leben sind, denn.
und uns sagen
Dass wir's eigentlich einfach lassen könnten, denn
Wir könnten am Fenster stehen, rauchend, betäubt
Zu zweit, dritter Stock, neuneinhalb Meter, reicht locker, gespalten, allein
Mit Borderline.
Lösch das Licht. Ich komm nicht mehr heim.
Wir schreien zusammen
Ich und du, du und ich, wir beide
Wir tanzen zusammen
auf dem Vulkan - Dynamit und Napalm, tagein, tagaus.
Alle meine Entchen. Sind schon lange tot.
Künstliches Delirium. Lächeln oder P-Station, du hast die Wahl, entscheide mich.
Denn ich
Will nicht. Werd nicht. Kann nicht.
Wir rauchen zusammen
Ich und du, du und ich, wir beide mal wieder
Jeden Tag, wenn wir beide mal wieder gemeinsam aufstehen
und uns beide mal wieder fragen
Was diese Scheiße eigentlich soll.
Da stehen wir mal wieder, ein scheißperfekter Kreis
Zu dritt und, mal wieder, gespalten, allein
Lass ruhig das Licht an. Doch bleib nicht wach.
Ich komme heim. Mit Borderline.
Die Tänzerin (I)
Sie dreht sich um sich
Stundenlang, jeden Tag.
Mit einem Lächeln auf den Lippen
Und dieser Sommersprosse
da, auf der Wange.
Sie lacht und ist glücklich, manchmal.
Sie hat Schmerzen und es weht, das Kleid.
Das Kostüm.
Sie dreht sich um sie, um
Ihre Welt, betrachtet sie von allen Seiten,
lacht ihr von hinten ins Gesicht.
Von links, von rechts, von vorn jedoch.
Schminke braucht sie und.
Tränen trägt sie nicht,
den Gesetzen der Physik sei Dank.
Sie dreht sich um sie,
Ihre Welt. Immer gleichförmig, gleichmütig,
desinteressiert. Einerlei, was dir passiert.
Lächelnde Sommersprossen tanzen in ihrem Gesicht
Und über den ganzen Rest
reden wir nicht.
Denn du bist die Tänzerin, Mädchen.
Nun tanz.
Unterhalte die Massen.
Denn du bist die Tänzerin, Mädchen.
Husch, husch.
Wag's nicht, es zu unterlassen.
9/13/2017
Asaris I: The Cavern
9/10/2017
Still Breathing Red
Day by day, I live with regret
And with every single breath, I feel the cancer spread.
Pushing it deeper and deeper into my lungs,
Can feel it laughing, dancing, killing on the tip of my tongue.
So tell me - why do the good die young, and why am I still here?
Please give me a reason because I can't seem to see the way this catastrophe is playing its game with me.
While the good ones are gone, (and) my inspiration's dead
I am still here, still fucking it all up, and still breathing red
Although I've lost my will, although I've lost my way
This scars will shape me anew, cleanse me of all my dismay.
I am inhaling the cancer, and with it all of my inherited guilt.
If it wouldn't be for you, I would have drowned in the lake of terror long ago
A sea of dead - a sinking cockleshell
a flooded mind - a brief glimpse of hell.
Mother of Dreams, again it is I daring to speak
Will I nevermore surpass, will I nevermore see
Your graceful countenance, your realm of dreams?
Feels like I am passing away at the sound of their screams...
Their screams, their symphonies
Melodies beyond all hope for redemption and remedy
While I descend into the shallows, I exhale one last time...
...and they are all mine.
While the souls are singing, the Choir's circular canon is changing to screaming
And while the good ones are gone, my inspiration's dead
I'm fulfilled, wide awake, still here, breathing red.
My inside is changing and swinging, constantly degenerating into a malignancy
The worlds within me are caving me, caving in and craving for the ghost of her.
She never, she never opened her eyes again.
She never witnessed the decay of her beloved man.
She never, she never opened her eyes again.
She never had to see him igniting his skin in vain.
She never witnessed how the cancer spread, she never witnessed him breathing fucking red.
With every breath, I feel the cancer spread
Pushing it deeper and deeper into my lungs,
Can feel it laughing, dancing, killing on the tip of my tongue.
So tell me - why do the good die young, and why am I still here?
Please give me a reason because I can't seem to see the way this catastrophe is playing its game with me.
8/29/2017
Die Schauspielerin
Fünf Tage die Woche spielt sie die Rolle.
Von Dienstag bis Samstag, täglich sechs bis acht Stunden.
Rein in die Maske, geschlüpft wird ins Kleid
Gleich drauf ist sie für die Bühne bereit.
Das Publikum wartet und verfolgt dann gespannt, wie sie singt, wie sie tanzt vor der blutroten Wand.
Pirouette nach links, zwei Schritt vor, zwei zurück
Bald ist es wieder zu Ende, das Stück.
Im Anschluss dann legt sie die Maske ab
und sich selbst in eine Wanne
voll mit Schmerz und Einsamkeit.
Sie weint, weil sie weiß, dass niemand sie sieht
Und selbst wenn, sie ohnehin niemand sähe, gar erkennen würde.
Das tanzende Ding mit dem himmlischen Lächeln,
der schmalen Taille und den schönen Beinen. Das säß' doch nicht da.
Weinend, mit Wein.
Wozu denn auch? Die wird glücklich sein.
Acht Tage die Woche spielt sie die Rolle.
Von Montag bis Montag, täglich dreimal acht Stunden.
Hinter der Maske, den Lidstrich gezogen werden
alle, vor allem sie selbst, angelogen.
Denn das Publikum starrt und es möchte sie sehen
Und zwar funktionieren, nicht in sich selbst untergehen.
"Zieh nicht an den Fäden, ruinier nicht das Stück. Spiel mit
und die Menge wird sein ganz entzückt."
Doch manchmal fällt sie, in der Wanne, mit Wein
Aus ihrer Rolle, dem Leben, und weint.
8/28/2017
Das Gespenst um uns
Einfach so, nichtssagend und stumm
Nichtssagend eben.
Tagein, tagaus, bei Wind und Wetter
Sieht man dich gleichgültig draußen durch die Kälte stehen.
Der Gleichmut steht dir gut, besser
als Stolz an Menschen wirkt. Besser
als Eitelkeit, Hochmut, Scheinheiligkeit.
Schön mögen diese Sachen ja sein, doch kurzfristig
- und wie wir wissen -
ist Kürze bei weitem nicht deine Stärke.
Beständigkeit, das strahlst du aus.
Bist standhaft, quasi mit Nerven aus Stein.
Dünnhäutig, verletzlich, zerbrechlich?
Ungünstig können sie sein, doch menschlich
- und wie wir wissen -
ist menschlich sein nicht so dein Ding.
Du bist
stoische Ruhe, Verlässlichkeit.
ein Schutzbefohlener, der niemals Befehle erhält
und erst recht keine ausführt, bekommt er doch welche
stets zu Diensten, immer und überall.
Doch sehen sie dich nicht.
Ich sehe dich.
Sie sehen dich nicht.
Ich sehe dich.
8/13/2017
Klick klack
Klick klack, klick klack
Das Nichts ist da.
Klick klack, klick klack
Vorbei, das war's.
Schöne Augenblicke,
Ein grausamer Moment
Tausende Eindrücke
Ein Narr, wer's nicht erkennt.
Klick klack, klick klack
Komm, geh. Fort mit mir
Klick klack, klick klack
Friede sei mit dir.
Für immer, und nicht
Noch nicht, nie mehr
Klick klack, dreh dich um
Komm nicht wieder hierher.
Kehre nie wieder, fließ weiter bergab
Ertränke mich ruhig, leg mich ins Grab
Nichts reimt sich wirklich auf 'keine Wiederkehr'
Klick klack verschwinde, komm nie wieder her.
Dimension 4, das Ende ist hier
Auf dass es zum ewigen Nichts uns führ.
Klick klack und peng,
Metall, Rauch und Tod
Mein eigener Himmel
Im Blute tiefrot.
8/07/2017
Mystisch, überlegen (Ein Ende mit Fragezeichen)
Faszinierend, geradezu außerweltlich
Erschienst du mir hinter der Glasfront.
Eine Göttin mit Backwaren,
einem schweigsamen Lächeln und braunen Augen,
so blau.
Mystisch, wundersam, überlegen
Schlief nächtelang nicht in Gedanken an dich.
Ernüchternd, dann, die Realität:
Zu wenig, zu garnichts, und auch noch
zu spät.
7/27/2017
Nocturnal
Manchmal frage ich mich
Im Stillen und ganz heimlich
Warum ich eigentlich nicht schlaf,
Wie ich das denn immer schaff.
Tiefe Nacht, der Himmel schwarz,
Und Leute haben ihren Spaß:
Geh'n zur Disco, geh'n zum Club
Geh'n zur Kneipe, geh'n zum Pub
Saufen sich die Leber wund
Kriegen Zungen in den Mund
Kotzen sich die Seele raus
Zieh'n sich die Klamotten aus.
Nehmen sich wie Schmerztabletten
Die sie morgens gerne hätten
Wenn der, der zuviel gezecht
Unter dem Absinthe ächzt,
Behauptet, "sowas mach ich nimmer" -
Kennt man, ist gelogen, immer.
Sitze, liege, texte rum
Und find die Reime selber dumm.
Doch anstatt mich vollzusaufen
Lass ich die Gedanken laufen
Auf's Papier, die Tastatur
Ist ja ob des Spaßes nur.
Jetzt genug von dieser Scheiße
Sowahr ich David Fischer heiße.
Rommelbommel, der spazierte
Stolperte, fiel, und krepierte.
Fragt mich bitte nicht, warum
Ich find's - wie gesagt - selber dumm.
7/23/2017
Eine Ode
Ich mag deine Umarmung.
Ich mag deinen Geruch.
Deinen gleichmäßigen Atem,
Deinen abendlichen Besuch.
Ich hasse deine Gäste.
Ich hasse deinen Fluch.
Dein schlechter Ruf, er findet sich
In so manchem Kinderbuch.
Ich mag deine zarten Hände.
Ich mag deinen fahlen Kuss.
Deinen Mund an so mancher Stelle,
Das Kribbeln in der Brust.
Ich verehre deine Leere.
Dein Anblick ist für mich ein Muss.
Kann dich doch nicht entbehren,
Mach niemals mit mir Schluss.
Ich mag deine dunklen Augen.
Ich mag deine schmutzigen Tricks.
Die verführerische Niedertracht
Und den Zauber des Augenblicks.
Ich hasse deinen Partner
Denn du erfüllst mich mit Glück.
Er hingegen lässt mich und andere
Oft geschunden zurück.
7/22/2017
Eine Unterhaltung, Teil II
Ich sagte einmal
Lass uns fortgehen, einfach weg
Von dieser Welt, die uns verschlingt
Die Spirale aus Alkohol, Drogen
und jungen Mädchen, mein Leben
schien dich zu zerfressen, langsam.
Bitte geh alleine, meinte ich stumm
Ich möchte nicht geh'n, doch
Für dich würd' ich's tun
Lass uns wir sein - nur woanders
Du nicktest kaum merklich
Und dachtest vielleicht:
Sieh ihn dir an, er lügt schon wieder
Große Worte, doch leider nicht mehr
Möchte mir Illusionen machen
von Tagen zu schön, um wahr zu sein.
Dein Schwarz ist schwarz und bleibt es auch immer,
Doch ich bin weiß, bin Neuschnee
Du lächelst traurig, scheinst dich
an dir zu schneiden
Und ich bin mir sicher
Wir werden nicht gehen.
7/17/2017
Sew
Forgive me, forgive me, father forgive me for I have sinned
Believe me, believe me, mother I'm willing to do it again and again
You never understood at all how I could let this happen, how I could this tragedy of a life happen to the mess that I've become
This tragedy: my symphony, catastrophe within me
My misery: the unity of all the lives within me
I am split, fucking split, from the head to the feet, from body to soul, my Alpha's my Omega.
Order and Chaos, my duality, are existing in unity right here inside of me.
Forgive me, forgive me, father forgive me for I have sinned and will continue to do so every day until it ends.
Life has given us a promise, my dear
Seems like you haven't understood yet but to me it seems so clear: we're promised to death, each of us, since day one
So live your life without regrets, get on your feet and move on, move on
Sew the eyes of immorality shut, don't let it blink through the bandage, sew its eyes up. We're all together, alone in this dying, cruel world, surrounded by fallen statues, let us have our voices heard:
Life has given a promise to me, and the day that I finally close my eyes eternally, the other side will take my duties
The winner takes it all, so let us lose this game together while we're standing fucking tall.
Darling, please be my nothing because they say nothing lasts forever and remains the same
And if it's true I'd give up everything just to ensure, that there is nothing left to take me away from you.
Promised to death.
Take my last breath.
Promised to death.
Take, take me away from this place, fuck.
There is still something left for me to say, there is still someone to insult before I end my life today: you're all just bullshit maggots and you know who you are, don't want to leave things unsaid, unfinished, or even undone.
If you weren't so worthless to me I would break all your fucking necks, slit your throats with dull daggers and burn your corpses black, but since I...
Stopped caring about you all long ago, you're lucky and alive, I just wanted to let you all know:
There is nothing like forgiveness in my cold dead heart, before I forget what I stand for I'd rather rip myself apart.
Do not hope for forgiveness, do not beg for mercy, just don't fucking try to double-cross me.
Do not hope for forgiveness, do not beg for mercy, just don't fucking try to double-cross me.
Save this for next life and hang yourself
I give you a promise - you'll see me in hell.
Life has given a promise to me, and the day that I finally close my eyes eternally, the other side will take my duties
The winner takes it all, so let us lose this game together while we're standing fucking tall.
Darling, please be my nothing because they say nothing lasts forever and remains the same
And if it's true I'd give up everything just to ensure, that there is nothing left to take me away from you.
7/13/2017
Eine Unterhaltung, Teil I
Lass uns fortgehen, einfach weg
Von dieser Welt, die uns verschlingt
Raus aus diesem Strudel
aus Alkohol und Drogen
Und jungen Mädchen, zu jung
Gehen wir gemeinsam, hast du gesagt
Gehen wir an einen besseren Ort
Lass uns wir sein - nur woanders
Ich nickte, ganz laut
Und sagte mir stumm:
Das wird niemals passieren
Es fasziniert dich zu sehr, all das Leid
Die Brüchigkeit, die Flüchtigkeit des Lachens
Der Launen, Momente und Menschen
Wir werden hier bleiben, sagte ich stumm
Wir werden verrotten und ich stetig bereu'n
Werden wir sein - und verlieren
Ich lächele ehrlich
Und ersticke daran.
7/09/2017
Tetrapaktristesse
Wäre das nicht praktisch.
Emotionen im Glas, oder besser, im Tetrapak:
Begeisterung, Spaß,
Freude, Neugier, Ekstase, Glück
Aufdrehen, schlucken, und kein Weg zurück.
Wieder verschließen? Nicht nötig, trink aus! Schon strömt aus den Menschen die Freude hinaus.
Hinaus in die Welt, in die Flüsse, das Meer!
Das Grundwasser voll Endorphine bald wär'!
Menschen und Bäume, Pflanzen und Vieh, lebten schnell nicht mehr in Disharmonie.
(Sondern in peacevoller unity!)
Oh nein, welch ein Unglück - Rückrufaktion!
Tristesse schlich sich ein, dazu Hass, Spott und Hohn.
Gewaltbereitschaft in den knickbaren Ohren
Selten so schnell die Kontrolle verloren.
Wieder verschließen? Wozu, verdammt?! Nein, wir ziehen brüllend und prügelnd durch's Land. Drücken der Menschen Gedärme heraus, schon sickert aus ihnen der Frohsinn hinaus!
Mit Blute versetzt in die Flüsse, die See!
Das Grundwasser schäumt ob der Rage, oh je!
Menschen und Bäume, Pflanzen und Vieh, lebten bald wieder in Disharmonie.
(Nix mehr mit peacevoller unity.)
Drauf geschissen, dann doch lieber Milch...
Lyrischer Suizidmonolog I
Wir rauchen zusammen
Ich und du, du und ich, wir beide
Jeden Tag, wenn wir gemeinsam aufstehen
und uns fragen
Was diese Scheiße eigentlich soll.
Da stehen wir, am Fenster, rauchend
Zu zweit, gespalten, allein
Und mittendrin: Borderline.
Wir laufen zusammen
Ich und du, du und ich, wir beide
Jeden Tag, wenn wir gemeinsam losziehen
und uns fragen
Wieso wir das eigentlich tun, denn
Wir könnten am Fenster stehen, rauchend
Zu zweit, zu dritt, gespalten, allein
Und mittendrin: Borderline.
Wir weinen zusammen
Ich und du, Müllers Kuh - scheiße.
Ich und du, du und ich, wir beide eben
Wie immer. Jedes Mal, wenn wir gemeinsam zusammenbrechen
und uns fragen
Wieso wir eigentlich noch am leben sind, denn.
und uns sagen
Dass wir's eigentlich einfach lassen könnten, denn
Wir könnten am Fenster stehen, rauchend, betäubt
Zu zweit, dritter Stock, neuneinhalb Meter, reicht locker, gespalten, allein
Mit Borderline.
Wir schreien zusammen
Ich und du, du und ich, wir beide
Wir tanzen zusammen
auf dem Vulkan - Dynamit und Napalm, tagein, tagaus.
Alle meine Entchen. Sind schon lange tot.
Künstliches Delirium. Lächeln oder P-Station, du hast die Wahl, entscheide mich.
Denn ich
Will nicht. Werd nicht. Kann nicht.
Wir rauchen zusammen
Ich und du, du und ich, wir beide mal wieder
Jeden Tag, wenn wir beide mal wieder gemeinsam aufstehen
und uns beide mal wieder fragen
Was diese Scheiße eigentlich soll.
Da stehen wir mal wieder, ein scheißperfekter Kreis
Zu zweit und, mal wieder, gespalten, allein
Und mittendrin: Borderline.
7/03/2017
Parkhausromantik (Ein Genicht)
Blauer Himmel, von Wölkchen verziert
Grüne Büsche, beschmetterlingt
Grauer Beton, im Sonnenschein
Gleichgültigkeit in vollendeter Form.
Neben mir Menschen, sechzehn vielleicht
Genießen das Gras, den Vodka, den Spaß
Am Horizont das Eisenwerk und
Gleichgültigkeit in vollendeter Form.
Es ist schnöde Parkhausromantik:
ein - mein - perfekter Moment.
Sonnige Aussichten, egal wie man's nimmt -
Gleichgültigkeit in vollendeter Form.
Du fehlst mir, immer
Auch jetzt, auch hier
Deine Haare und Augen,
Frag' mich, wo sie sind
Von Gleichgültigkeit plötzlich keine Spur mehr
Wann werd' ich dich wiedersehn, werd' ich überhaupt?
Ich hoffe es. Der Rest ist mir ziemlich egal.
Der Gleichmut, er ist in der Überzahl.
Denn er ist alleine und ich ohne dich
Also so gut wie überhaupt nicht.
6/07/2017
Homunculus
A being, a creature, an obscure creation of intellectual character, complex-minded and twisted.
This creature has rarely been noticed, and if so, by myself in the deepest of sleep phases --
seemingly just delusion, but gradually I realised that the being's presence is utter reality (to me).
I have not yet learned what it stands for or what it is at all, I have just learned to accept it as a part of my existence. Though there is Chaos inside of and I endeavour to arrange me, I feel that something's working against (my attempts). I presume that it is the creature, alas fighting or controlling has not been an worthwhile option to me up to now.
Cause I have come to realise that there's a public misconception over the duality of Order and Chaos.
Order and Chaos have never been opposing fronts, since mankind tends to fabricate one out of the other. We deny the coexistence of the both states, like in general, we deny the coexistence of all. Let the archaic masks fall.
There are beliefs which spread the word that there's a devil.
There are beliefs which spread the word that there's a hell.
And there's a world inside of me I do not tend to comprehend, though I can say and reassure that my layered mindset is obscure.
There is a Satanist living inside,
as there's a Christian and an Atheist, too.
I am negating the belief that only Order brings relief,
like I am neglecting the common fact that everyone deserves respect.
The Homunculus inside, he who has taught me unlearned science shall be my mute companion until the day I leave this world behind
Transcending to another...
Transcending to another one...
Transcending to a higher one...
Ascending to something else -- to somewhere beyond this realm.
Ordo ab Chao. Chao ab Ordo.
Coexistence, or nothing at all.
I confess that I have the clarity, I pledge upon my oath: the Homunculus inside has addressed me tonight. Opening my eyes while I was sleeping let me descend into its handmade home, its notional throne.
A seemingly tiny version of a human's conception, neuter and with flamingly hair. Consuming itself in a continual process, being its own procession in the same tick.
A Leviathan's Cross and mercury on its chest. The symbol of air representing its null breath.
With ashen eyes, it looked at me. Reclaiming my bygone morality.
With the Leviathan's Cross, under the banner of sulphur, he's burning my surreality down to the ground. For a second, just for a glimpse, I see behind the lies of my mind, see through the disguise.
The veil hides a war on two fronts, but I cannot perceive if one of them is real.
I see Laneor, see the Keeper, the Thaumaturgist standing atop, gazing down, sublime like a king.
By the next breath, the scenery disappears and I awake, left with the stench of ignorance.
Is there a truth or has it all been a farce?
Is there reality or only untruth inside of me?
What is this dichotomy -- is there a sense deep down in the duality -- will I see the night of day?
There are beliefs which spread the word that there's a heaven.
There are beliefs which spread the word that there's a god.
And there's a world inside of me I do not tend to comprehend, though I can say and reassure that my layered mindset is obscure.
There is a Satanist living inside,
as there's a Christian and an Atheist, too.
And the Homunculus inside has addressed me tonight,
I am negating the belief that only Order brings relief, like I am neglecting the common fact
that everyone deserves respect.
The Homunculus inside, he who has taught me unlearned science shall be my mute companion until the day I leave this world behind
Transcending to another...
Transcending to another one...
Transcending to a lower one...
Descending to something else -- to somewhere beyond this realm.
Ordo ab Chao. Chao ab Ordo.
Coexistence, or nothing
Nothing at all.
5/26/2017
Über Teerleichen
So alt und grau, so kalt und verbraucht
Vor ein paar Stunden noch, als die Sonne dich anbrüllte
Hast du vor Hitze geglüht
und jetzt?
Nichts.
Ich zünde mir eine Zigarette an
- mit einem Streichholz, denn Ordnung muss sein -
Lasse das Holz los, rauche und schaue,
Es landet auf dir
und du tust.
Nichts.
Wie typisch für Leichen.
Ich trete dich mit Füßen
Und da bin ich nicht allein
Doch du nimmst davon keine Notiz und.
Liegst weiter da rum. Grau.
Und tot.
Wie immer. Mal wieder - wie typisch für Leichen.
Du störst dich an kaum was
So scheint mir zumindest.
Brüche und Narben zieren dein Gesicht.
Doch hab ich noch nie eine Klage gehört
Zumindest von dir nicht (und wer hätte mehr Grund?)
So typisch für Leichen. Ihr seid alle gleich
und doch verschieden.
Die Teerleichen.
Die heimlichen Helden der Stadt.
Verbrecher und Helfer, Tod und Geliebter.
Tausend Gesichter, in einem vereint.
Und doch könntet ihr verschiedener nicht sein.
Limbus
Ich kann nicht in mich gehen, sonst schneide ich mich an mir
Mein Kopf gleicht einem Wespennest, meine Gedanken sind die Larven
Chaos zerreißt jede Faser von mir, im Kanon schreien zweiundvierzig Narben.
Stirb, geh ins Licht
Verlass diesen Ort, denn Ruhe findest du hier nicht
Stirb, gib den Widerstand, gib ihn auf
Zertrümmere den Bienenstock, steig endlich in den Himmel auf.
Stirb, geh von dieser Welt
Sei ehrlich zu dir selbt, was gibt es hier schon, das dich noch hält?
Stirb, schließ deine Augen und mach endlich Schluss
Dann steig mit mir hinab, mit mir hinab in den Limbus.
Ich hab vergessen, wie es ist, zu schlafen, kann mich einfach nicht erinnern
Stattdessen spür ich noch den kalten Tod von innen gegen meine Schläfen hämmern
Das Koma wird mich nie mehr wiedersehn, das hab ich mir geschworen
Doch such ich mich selbst ohne mich umzusehen, hab einen Teil von mir verloren
Verloren, gefunden, geheilt und geschunden, meine Bipolarität beschert mir blutende Wunden.
Verloren, gefunden, geheilt und geschunden, Bipolarität macht mich zur offenen Wunde.
Fuck
Meine Gedanken zersplittern, sie zerbrechen an dir
Ich bin nicht in mich gegangen, und doch verblute ich an mir
Ertrinke in der Flut meiner Emotionen, versinke in dem Sumpf meiner Depressionen.
Stirb, geh ins Licht
Verlass diesen Ort, denn Ruhe findest du hier nicht
Stirb, gib den Widerstand, gib ihn auf
Zertrümmere den Bienenstock, steig endlich in den Himmel auf.
Stirb, geh von dieser Welt
Sei ehrlich zu dir selbst, was gibt es hier schon, das dich noch hält?
Stirb, schließ deine Augen und mach endlich Schluss
Dann steig mit mir hinab, hinab in den Limbus.
Mutter der Träume, ich bin es, lass mich ein
Nur eine Nacht möchte ich in deinem Reich sein.
Mutter der Träume, gewähre mir heute Schutz
Sonst reißt es mich hinab, hinab in den Limbus.
Eine Bitte von Herzen, oh Mutter:
Pflanze einen Baum für deinen sterbenden Sohn.
Gib ihm zweiundzwanzig Jahre Zeit, um zu wachsen
Dann nehme ich Platz unter dem hölzernen Thron.
5/25/2017
Ich mag diesen Blick
3/19/2017
Ich stelle mir vor
Wie du deinen Kaffee trinkst
Langsam, vorsichtig
und schwarz, mit Süßstoff.
Ich stelle mir vor
Wie du dir morgens die Haare steckst
Vor dem Spiegel
Selbstkritisch, unzufrieden.
Ich stelle mir vor
Wie du deinen Feierabend verbringst
Mit deinem Freund vielleicht.
Oder. Auch nicht.
Ich stelle mir vor
Dass du dich von ihm trennst.
Freitags in die Disco gehst
und tanzt.
Zu wummernden Bässen
Im Stroboskoplicht.
Ich stelle mir vor
Dass du dabei Drogen nimmst
Kleine, bunte Pillen
und dich dem Rausch hingibst
Ekstatisch und leidenschaftlich
Stundenlang.
Ich stelle mir vor
Wie du danach wohl nach Hause kommst
Mit dem Taxi möglicherweise
- hoffentlich gut -
Dort vor dem Spiegel stehst
und weinst.
Ich stelle mir vor
Ich stelle mich vor
dich.
Ich sehe dir tief in die Augen.
In das Blau.
In das Braun.
Ich stelle mir vor
Ich spreche dich an
und sage
Ich stelle mir vor
Wie du deinen Kaffee trinkst.
2/21/2017
"Borderlinetagebuch"
"Über Lebensziele. Und Worte."
2/16/2017
Aus dem Tagebuch eines Denkers
Warum sollte es keine Motivkalender mit Bildern von Dildos geben? Die Chancen standen ja ganz offensichtlich nicht allzu schlecht. Man verstehe mich nicht falsch. Es ist nicht so, als bräuchte ich persönlich einen Dildo-Motivkalender. Den generellen Gedanken an die Existenz eines solchen fand - und finde - ich allerdings auf eine apodiktische, geradezu toxische Weise faszinierend und fesselnd. So begab ich mich mittels meines Browsers auf die Suche nach besagtem Objekt.
Hier könnte jetzt ein Absatz über die Geschwindigkeit des Internet Explorers stehen und darüber, dass ich dann in zwei Wochen über die geladenen Ergebnisse berichten würde, jedoch verwende ich diesen Browser, dieses "Tool" nicht und habe nicht einmal ansatzweise eine Ahnung, ob die Gerüchte stimmen.
Man hört ja so einiges.
Kurzum, meine Suche verlief erfolglos. Ich stieß zwar noch auf den Motivkalender "Oliven" und zahlreiche erotische Adventskalender von Orion und dergleichen mehr (wobei ich mir unsicher bin, was Oliven mit Dildos zu tun haben - und es vorziehe, diesen Gedankengang nicht weiterzuführen), jedoch suchte ich ja lediglich nach einem Kalender mit Abbildungen dieser Geräte, nicht mit einem lebensgroßen hinter dem 24. Türchen. Nein, danke. Dem Gedanken, einem Misserfolg aufgesessen zu sein, mochte ich mich allerdings nicht beugen.
Nun bin ich ja von Berufs wegen von reichlich vielen Damen umgeben und auch in meiner Heimatstadt finden sich zahlreiche Exemplare dieser Art. Überlege nun ernsthaft, einfach wildfremde Frauen darum zu bitten, ihre Dildos ablichten und damit einen Motivkalender gestalten zu dürfen. Klänge dann ungefähr so: "Hallöchen und entschuldigen Sie, haben Sie einen Dildo und wenn ja, dürfte ich ihn für einen Kalender fotografieren?" Abstrus, ich kann die Ohrfeigen und Anzeigen jetzt schon sehen. Und fühlen. Müsste den Damen vorher klar machen, dass es mir nur um den Gegenstand geht, nicht um Handlungen, die damit stattfinden. Sollte zu machen sein. Ich könnte den ersten Dildo-Motivkalender gestalten. Die Welt verändern. Sicherlich. Wenn wir Kalender mit Motiven von Brot und Strandkörben haben - und erneut, ich bin davon überzeugt, dass die Welt diese in Zeiten von Spaßpolitik, Guerillakrieg und Lügen noch und nöcher schlichtweg braucht -, dann sollten wir auch Dildo-Motivkalender realisieren. Alle Menschen sollten davon erfahren. Alle Menschen würden davon erfahren. Würden meine Freundin auf der Straße entgeistert ansehen, und sie könnte mit Stolz behaupten: "ja, ja ich bin die Freundin von dem Typ mit dem Dildokalender-Einfall." Wildfremde Menschen würden applaudieren, ihr die Hände schütteln, Selfies mit ihr schießen wollen. Um Autogramme bitten, von ihr. Um von mir gar nicht erst anzufangen. Ich könnte den ersten Weltfrieden schaffen, nachdem wir uns schon so lange im Stillen sehnen, ohne uns darüber bewusst zu sein. Mal ehrlich.
Andererseits.
Ich schätze meine Ruhe.
Ich weiß, sie tut es auch.
Nun, dann eben nicht. Werde mich zurücklehnen. Die Idee steht hier. Man möge sie aufgreifen, Ruhm ernten, reich und berühmt werden. Wer auch immer, nur nicht ich. Die Welt verändern, schön und gut. Aber ich will meine Ruhe.
1/13/2017
I Never Spoke of Forever
Would you listen if I told you that my inside's driving me crazy?
Would you accept this, or rather reconsider, recalculate?
Please listen to me as I unveil my state...
I hate to be so violent and I hate to be so heartless
But it is all that I can do and feel, it's all that I can be
I am sick of being tired and I tire of being sick
And I cannot believe I'm losing (again), but I believe I'm losing it.
Getting used to losing is what I did all these past years, as my days consisted of nothing
But trauma and fear
Further and further
Detached from the people, the few I cared about, the one I cannot be without.
Screaming her name in the dark, seeking her eyes in the sky
Skyshard - doesn't matter, out of reach anyway.
Daybreak and Daybreaker, what have I become?
Detoxed blood in my veins and it still feels wrong.
Some moments I spend with running over this blackened pages of my yesterdays
Nothing is what I mostly see, but beyond it, I remember your epiphany...
Sanguine hair, pale skin, blue-eyed angel, but a devil within
Abandoning what could have been without losing a word about what we have been.
And sometimes I still wonder, what fucking happened that tore us asunder
Pals since ever, no more, never, tell me why - I never spoke of forever.
Never, I never spoke of forever.
Spiritus Rector
Can you see the lead...
Turn to dust for what we've eternally bled
Decay, my son
My daughter
My flower
My utmost beautiful love
Let me lay you to rest
Let me give you to death
Your remains shall be cremated
Your remains shall be transmuted
To fire and to air,
To water and to earth.
Catharsis you shall achieve.
Putrefaction you shall overcome.
Fire was never meant to cleanse
It was meant to blacken, to cremate
And so everything shall pass away, transcend into its ashen forms
Led by the Spiritus Rector, to drift there whence it came from
Ascend, salt to sand...
Ascend, lead to gold...
Ascend, gold to rust...
Turn to dust all that we've known, all that we've been
Turn to dust all that has been
Take away all my sin, take care of my kin.
I'll give the world their heir
He'll inherit the guilt, he'll inherit the will
I'll give you a heir
Take away and take care.
Decay, my beloved
It is time for you to leave
My son...
My daughter...
My lost...
My love...
To fire. To water. To air. To earth.
Fire you shall see, water you shall breathe, air you shall keep, earth you shall be.
11/01/2016
Detox
And another part of me has finally been laid to rest
It's about time to deconstruct, to reconstruct my new skeleton
It's about time to get rid of all the shit, to fix all the bricks in my crumbling dwelling.
Still it's dwelling inside of my head
Still I sometimes believe I'd be better off dead
But it's not anymore like it was before, at least not in this very moment
So let's start it off with a mending, rearranging the rocks
It is time to detox.
Detox
I have been breathing red forever since I can remember
I have been deifying death for even longer than breathing red
Detox
I putrefied from the inside out
Blackblooded / (detox)
Blackhearted / (detox)
Blackminded / (detox)
Blackborn.
You've let me rest on my deathbed, sleeping in snow...
O', Mother of Dreams
It is I
Would you let me enter your realm tonight?
O', Mother of Dreams
It is I
Would you grant me shelter in your paradise?
Protect me from my nightmares, just for tonight
Let me breathe purity, let me lose myself in the sky this time
Put serenity back in my twisted soul
Pull the cancer out of my lungs
Show me the trees from which I hung.
...you've let me rest on my deathbed, slowly gaining control.
Detox
I have been breathing red forever since I can remember
I have been deifying death for even longer than breathing red
Detox
I putrefied from the inside out
Blackblooded
Blackhearted
Blackminded
Blackborn.
I once abandoned love, I once abandoned hope
All that was left of me, were my death throes.
I once abandoned love, I once abandoned hope
All that was left for me, were my death throes.
You shall now be cleansed of your impurity.
I awaken on my deathbed, talonhearted and emptyveined.
Detoxicated, living, breathing purity
Mother of Dreams, thank you for your kindness, for your love
Mother of Dreams, thank you for your trust, for your love.
10/22/2016
Was so los ist
Für die restlichen 1-2 Menschen, die sich noch unregelmäßig hierher verirren (Hey, Melli - grüß Itzi von mir), ist es vielleicht nicht ganz so langweilig. Vielleicht.
Ich poste nicht mehr. Ja, das ist richtig. Ich führe diesen Blog nicht mehr so, wie ich es am Anfang tat und mir zwischendrin immer wieder vorgenommen habe. Mittlerweile plane ich auch nicht mehr, das wieder zu ändern. Ob sich da etwas tut, wird nur die Zeit zeigen.
Oder der Zeit, wenn man Alice Through The Looking Glass kennt.
Meine Songtexteschreiberei hat für mich in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen. Anfangs war es lediglich ein reiner Zeitvertreib, ein Test, wie gut ich mit Worten umgehen kann, um meine Meinungen zu verpacken. So ähnlich, wie es eben auch in den Blogeinträgen hier der Fall war. Daneben existierten 2 Bands, erst Memories Corrode, dann Marked With Ruins. Das war eine gute Zeit. Allerdings habe ich gemerkt, dass ich meine Songtexte alleine musikalisch umsetzen möchte. Ich habe eine bestimmte Vorstellung, wie meine Texte musikalisch begleitet werden sollen. Allerdings möchte ich nicht von Mitgliedern meiner Band verlangen, das zu tun, was ich möchte. In einer Band sollte jeder seinen Teil der Kreativität mit einfließen lassen. Somit war eine Band einfach nicht das Richtige für mich. Meine Songtexte sollen anders umgesetzt werden, so, wie ich sie im Kopf habe. Dort sind schon um die 15 Songs komplett fertig. Mit Drums, Gitarren, Bass, Vocals, Keys, Samples. Mit allem. Allerdings nur da.
Zudem verfolgen meine Texte ein Konzept, sie erzählen eine Story. Mit Ashen Structure ist nun das zweite Album einer Trilogie textlich fertig gestellt, die Texte des ersten Albums habe ich bereits in einem anderen Post zusammengefasst und inhaltlich kurz erläutert. Das erste Album wird auf den Namen What Makes Us Deny hören. Das zweite, welches im Gegensatz zu WMUD den inneren Konflikt des Protagonisten vertieft, wird auf den Namen Death Grip hören. Gerade in diesem steckt sehr viel persönliches, auch im Namen. Das Konzept dafür entstand zum Großteil zu einer Zeit, in der ich dem Tod kontinuierlich sehr nahe war. Zwischen den beiden Alben wird es eine EP namens Pulse geben. Die Arbeiten am dritten Album The Alchemist werden beginnen, wann auch immer mich die Lust dazu überkommt, anzufangen.
Nach Abschluss dieser Albumtrilogie wird eine Konzept-EP mit dem Namen Ossuary geschrieben werden, welche 5 Songs umfasst. Diese wird inhaltlich nichts mit der Alchemy Trilogie zu tun haben.
Was die musikalische Umsetzung angeht.
Ich werde viel lernen müssen.
Denn ich werde alle Instrumente selbst einspielen und die gesamte Soße selbst abmischen.
Das ist der Plan, und er ist eisern.
Des Weiteren stecke ich mittlerweile tatsächlich in einer Ausbildung. Ich lerne, wie man mit Kindern Sandburgen baut und sie in die Ecke stellt, wenn sie einen nicht beim Uno gewinnen lassen. Kurzum, ich lerne Erzieher.
Meine Gedankenströme sind nicht versiegt. Ich fühle mich nur nicht mehr dazu motiviert, sie in Blogeinträge zu packen. Hier wird in den nächsten Monaten nicht mehr kommen als die Texte des dritten Albums und einer Trackliste/Reihenfolge des zweiten Albums.
Wer das nicht verfolgen möchte, alles Gute.
10/12/2016
Ashen Structure
After breaking a thousand times, my heart is harder than before (my talonheart)
I disconnected the dots before the lines were to damaged
The raw intensity of my grief has completely vanished
Where there is love once there was hate
Where there is joy once there was pain
But though I know I just cannot relate.
With all these miles in front and all this mess behind me, I'm standing my ground resolutely.
It may try to stop me
It may try to break me
But it will never bring me down, down, down on my knees again.
It burned away my flesh
And ground my bones to ash
But this ashen structure will serve as my new skeleton.
It feels so unreal, I doubt the strength I feel.
But fuck it, I won't let doubt stop me now, no, never again.
Never again?, ok - fuck what I've said.
These intentions are choking slipknots around my neck.
What a shame it'd be to asphyxiate shortly after regaining my faith.
So listen up, Laneor: for now, I won't go down, leave behind the ground and take you out!
Do you still remember the Thaumaturgist?
The thorn in your side, the one to resist?
You may have thought you've killed him, but you've just set him free
And at this very moment, his insanity/essence is merging with me.
(Un)reality fades away
(For the first time), I'm seeing (un)clear through bloodshot eyes (SEWN SHUT), I see the future
- your demise -
Only one of us will make it out alive, and no matter how it ends, I'll exist forever.
(Maybe) I'll always be alone, (maybe) I'll always be on my own
I'll break the rules, I'll twist the fate --
(I don't know how, but) I'll manipulate...
...so there is nothing left inside I could relate to anymore, it seems like
After breaking a thousand times, my heart is harder than before (my talonheart)
I disconnected the dots before the lines were to damaged
The raw intensity of my grief has completely vanished
Where there is love once there was hate
Where there is joy once there was pain
But though I feel I just cannot relate.
A second of transcendence (OPEN YOUR EYES)
Bright colours embrace me -- (CLOSE AGAIN) - black.
Tsukuyomi, take me away --
-- Shinigami, be my warden --
Let me face this evil one more day.
It is still pulsing inside me.
I am still bleeding out sec by sec.
It is still pulsing... convulsing... catastrophic, cataclysmic.
But with my exhumed strength and all these miles in front me I'm stepping forward
Entering the void.
Decay
I've spent a thousand nights with these thoughts
And since I've started, I can't stop counting them anymore
All these years, it has stained my cognitive processes
Can't chalk up the slightest trails of success
O dear, can't you see the schizophrenia?
Witness the irony, witness the trauma
This life, this condition threatens to defeat me
Every tiny step I take against the storm pushes me back another inch.
This mind seems to decay like the newborn of a loveless host.
This mind seems to decay like the flowers at the end of summer.
Never caressed
But by the hands of time
The emptiness defiles.
As I walk through the frames of my life
I walk through the flames of my life.
It became a welcome burden since you joined my side
You took my hand and held me close
And even though I love you, I still have to ask
If my mind decays completely, will you still guide my hand as I cut my own throat?
Please hold my hand, please guide the knife and bring me home.
As I walk through the frames of my life
I walk through the flames of my life.
Another night is lost...
Another night alone...
Another night is lost...
Another night is gone.
6/14/2016
Ocean Drinker / Hellkeeper
One may find discordance. One may find revelation. One may find absolution --"
-- I FOUND MY PURPOSE --
"...beneath the discordance, the chaos, the ashen structure,
One may even find clarity.
Purity."
-- I FOUND MY --
Dead and cold
Chaos inside
Awaiting the descent, drinking tide after tide.
Numbed by the deafening beating of the ocean's heart, I tear apart
With me, you too shall die, survivors of the genocide.
What I'm sure of is the fact I can not be trusted - not even by myself.
I'm not sick of everything that surrounds me anymore
I'm just so sick of being me.
In the blink of an eye, I breathe in the sky, drink the oceans dry
Deliver the blight.
I am the all-embracing absorption, existing in voracious distortion
Consuming all light, draining all life.
Clarity --
-- Transcendence
Tsukuyomi, take me away
-- SET ME FREE OF THIS DEMON --
Deliver me from this evil
I am on fire
Outside my inside
Twist my reality, turn back my time because I've lost (I'm losing) myself in its grip.
Let me pass into the sphere of transcendence, bring me omniscience to set it up to the flame
The cycle shall begin anew
Return the flame to the place we once knew, to the time we once lived in
To the creature we believed in --
-- THE BLINK OF AN EYE I DRINK THE OCEANS DRY --
I think it's taking control again, please help me to --
-- DELIVER THE BLIGHT / DRAINING ALL LIFE --
-- reach sanity again, tell me where did I (lose my mind) went astray from the path
Where did I lost the match?
Enlighten my burning mind
Somehow drain this evil -- LIFE --
Tsukuyomi, take me away
Deliver me from this evil--
The evanescening sanity seems to overflow. Once again, time stands still and unveils a grotesque scenario, visible inside their minds for all the survivors of the genocide, as well as for Gideon.
The brutally flourishing, beckoning existence, unknown to them as Laneor, manifests atop of a eternally growing pile of bones. Countless familiar faces to every single one, contorted in the cruel moment of dying, their very bodies diffused all over the pile.
As it grows, Laneor begins to writhe, while evolving into an astral form. Descending, on its way to the deepest of hells, a creature approaches from the shadows, having lurked there for a period of time beyond aeons. The creature, only visible for split seconds, carries a scythe on its back, millions of runes, faces and lives engraved on its blade, mirroring the mere terror in the creature's face. A face apparently shaped by death itself in one of its darkest, sanguinariest hours. Teeth, as long as skyscrapers; eyes, as red as cankerous blood.
At the sight of the Hellkeeper - Laneor flees, ascending to the heavens whence it came from. The vision ends abruptly, forcing the survivors back to reality.
...experience tranquillity.
For a second, lay down your arms, the horror's gone.
Be prepared for vengeance, as it is coming our way.
Insane I was, insane I will be.
5/31/2016
Koma
Es ist einer dieser Tage ohne Sinn
Alles scheiße, alles dreckig, und ich steck' bis zum Hals drin.
Feierabend, sitze rum und alles hat keinen Zweck
Nachrichten, Anrufe, Voicemails - ich klicke alles weg.
Und obwohl ich weiß, dass das Koma mir nicht hilft, gebe ich nach
Empfange es mit offenen Armen.
Ich werde schwach und plötzlich schlägt alles um
Die Mauer bricht und Trümmer reißen mich zu Boden.
Schwärze verschlingt mich.
Koma umgibt mich.
Farbenblind und geisteskrank.
Koma umgibt mich.
Ich wache auf, alles ist zerbrochen
Durch die Scherben meiner Taten bin ich auf Knien gekrochen.
Doch bisher, trotz aller Wunden, hab' ich nichts gelernt
Durch meinen Blutverlust nur einen Schritt vom Koma entfernt.
Dieser Teufelskreis, er frisst mich auf.
Meine Seele brennt, mein Körper ertrinkt,
Meine Psyche wird erdrosselt und mein Ich versinkt.
Schwärze zerreißt mich.
Koma erstickt mich.
Schwärze frisst mich auf.
Koma weidet mich langsam aus.
Ich werde weiterkämpfen, bis nichts mehr übrig ist, was kämpfen kann.
Ich werde nicht still stehen bleiben, solange es mein Herz nicht tut.
Ich werde weiterkämpfen, ich werde nicht still stehen.
Fick dich Koma, es ist Zeit für dich, zu gehen.
4/21/2016
Noch ein Tagebuch eines Erziehers
Ein Dialog zweier Fünfjähriger mit Randnotizen.
Zwei Kinder (nennen wir sie Lena und Amelie) befinden sich in der Gruppe und wollen etwas aus ihren Bechern trinken. Jedes Kind hat einen eigenen Becher, auf dem der Name steht. Auf einigen Bechern sind zusätzlich noch Zeichnungen der Kinder. So auch auf Amelies Becher.
Amelie gießt sich ein.
Amelie: "Das hier ist mein Name und das Symbol von meinem Papa seiner Arbeit." (Saarland, why) *zeigt auf ein aufgemaltes Haus auf dem Becher*
Lena (heiter, beiläufig): "Mein Papa ist tot." *trinkt*
Eine Pause entsteht. Niemand hustet.
Amelie (irritiert, zögerlich): "Aber der hat sich doch bestimmt nur totgestellt bestimmt." *trinkt*
Lena (heiter, entschlossen): "Nein, der ist tot. In echt. Aber ist seine eigene Schuld!" *trinkt, spült den Becher, geht im Garten Fangen spielen*
Amelie zögert.
Verlässt den Raum.
Geht im Garten mit Lena Fangen spielen.
Immer locker bleiben.
2/28/2016
Malice
And now I'm bleeding out the poison you've poured in my black veins for so long
Though I know that it won't deplete my shattered heart completely
I still focus on the process of bleeding
I've been crucified, I've been impaled
I've been devoured by flames
But nothing you can do me will break my adamant will.
I've slit my wrists, I've cut my throat
A thousand times, a thousand more to go
But nothing I can do to me will break my one-man-entity.
Oh I am sure that the ghosts will see me...
Oh I am sure that the ghosts will lead me...
Far away from home, feeling detached and alone
Always waiting for that one moment of clarity
The clarity of my will illuminating my path
The stairs towards the long forsaken gate.
Consider this: even the smallest, empty piece of paper
Turns into a page if you write a story on it
So picture, the piece of paper was you and tell me which story you'd prefer to tell.
A monumental epos of war, death and demise?
A legend about greed, hate, envy and spite?
Shut up for a second for I don't give a fuck, you've taken too much and are out of luck.
There will be a point in my life, where every story I write will have
Nothing to do with you
And then you're just the gap between chapter one and two.
Nothing, it will have nothing to do with you.
There will be just a blank piece of paper for you're just a fucking piece of shit
You will be just a burning piece of paper, lit with a hateful spit.
I am spitting flames to watch you fade.
I will melt your essence to nought.
I've been crucified, I've been impaled
I've been devoured by flames
But nothing you can do to me will break my adamant will!
I've slit my wrists, I've cut my throat
A thousand times, a thousand more to go
But nothing I can do to me will break my adamant will!
Oh I am sure that the ghosts will see me...
Oh I am sure that the ghosts will lead me...
Far away from home, feeling detached and alone
Always waiting for that one moment of clarity
The clarity of my will illuminating my path
To reclaim the state beyond the long forsaken gate.
2/24/2016
Tagebuch eines Erziehers
Spiele Uno mit Max. Mit 5 Karten. Mische, teile aus. Werfe einen Blick auf mein Blatt. Solide. Drei mal +2, eine +4, eine blaue 7. Erste Karte: blaue 2. Läuft bei mir. Max will anfangen. Ich grinse höhnisch in mich hinein. Max legt eine blaue 4. Zack!, blaue 7, Max legt blaue +2. Kontere mit gelber +2, Max legt eine rote +2. Kontere erneut mit gelber +2, Max zieht. Legt eine blaue +2, kontere diese erneut mit einer smoothen roten +2 aus. Kriminell. Sage "Uno!", Max legt eine rote 8. Ich lege grinsend meine letzte Karte, die +4. BÄÄÄÄMMM, weggefetzt die dumme Sau. Max sagt "das gibt's doch gar nicht!" Schaue ihn an und zische "doch. Bei Roller." Max sieht mich an und sagt "na klar, bei Roller!"
Sieg auf der ganzen Linie.
2/19/2016
Ansichten eines Erziehers
"Gehen wir dann heute nicht raus?"
Ich höre die Worte, erinnere mich an den kleinen türkischen Jungen neben mir und kehre in die Realität zurück. Ich wende den Blick vom Fenster ab, als mir ein dreijähriges Mädchen auf die Hand niest und ihren Naseninhalt dabei strategisch über meinen Handrücken verteilt. Während ich ein Taschentuch nehme, drehe ich mich um und sage: "Nein, Azad. Heute nicht. Ich habe doch grade gesagt, es ist stürmisch draußen."
Soviel zum erfüllten Lebensziel, denke ich mir.
2/01/2016
Interlude: State of Mind
No excuses
What about the blame?
Either take it or give it to me
You've pictured yourself in a safe place
While there's nowhere left to run
With your back against no wall because there is none.
Face the avalanche that is your...
Face the avalanche that is --
Face the avalanche that is our...
Face the -- your (our) -- consequence.
1/28/2016
Lady Winter...
I see it as clearly as there was nothing else inside.
Inside the mess I call my own head
And again, after years, I'm laying here on this deathbed.
Cause I have been deluded and felt so empty longer than I can remember
I wrecked the fragile walls that held my kingdom together for far too long
I took the step over the ledge, I cleaved my wings and learned to fall
The flames atop reached out for me, clenched my body and burned me to ash
The hounds below rent me to shreds and broke my spineless neck.
Nothing, no one, nowhere around me
But everything, everyone, everywhere inside.
By now the shores of time consumed many more of my anchors, many more than before
Dear, listen to the call of the tides, they're satirizing, they're mocking me to submerge again
While the soul choir sings...
Do you remember the time you died,
Do you remember all the feelings you've ever kept inside?
Will you ever stop to miss what you have never known,
Will you ever stop to miss what you have left forlorn?
My answer is...
Lady Winter, I hope you're listening this time
I may have burned out, but I'm rekindling inside
If only you could see, if only you could feel
The inner need to quit has never been this real
On the other hand, despite of all the pain
I'm growing stronger than ever before, I won't be washed away, I'll hold on to the shore.
I'm walking on the thin line between reality and illusion, between truth and delusion
To admit - the answer is no. I will forever miss what I have never known.
I still remember the days I died,
I see it as clearly as there was nothing else inside.
Inside the mess I call my own head
And again, after years, I'm laying here on this deathbed.
Let me rest on my deathbed, watch me sleeping in snow
Let me rest on my deathbed, slowly gaining control.
1/07/2016
Soul Choir
I hear the beating of the ocean's heart...
I hear the call of the tides
I hear the beating of the ocean's heart...
All aboard the sinking ship, abandon the shore
There's enough room for all of us as the rats left long ago
By now it is too late to turn your back on me, accept your fate and we'll submerge eternally.
Can you hear the soul choir sing its bitter symphonies?
Symphonies beyond all hope for redemption and remedy
While we descend and succumb into the endless shallow, exhale one last time
Now you're all mine.
I heard that you've been yearning for a piece of blue
While you're still holding your breath, realize, see what surrounds you
And as you start to drown, the blackness sinks in, the blackness you tried to dispel within
The pulse of the ocean's heart engulfing you, dissolving you
It's filling the hole inside you, the emptiness you tried to fight for all your life
All aboard the sinking ship, abandon the shore
There's enough room for all of you as the rats left long ago
By now it's too late to turn your back on me, accept your fate and we'll submerge eternally.
While the soul choir's singing its bitter symphonies
Symphonies beyond all hope for redemption and remedy
While we descend and succumb into the endless shallow, exhale one last time...
You're mine...
All the lives thrown to the foot of my throne
All the lives I've swallowed whole
Countless lives, countless creatures, please enqueue, I won't notice you